Die Nacht senkt sich auf die Heimatwelt und auf den weitläufigen Stammsitz des Hauses HoSchem. Krieger scharen sich um das entzündete Feuer und beginnen Geschichten zu erzählen. Hurrag sitzt am Feuer und hört zu, bis man ihn anspricht.
 
"Hurrag la', Du hast Dich dem Haus HoSchem angeschlossen, erzähle uns aus Deinem Leben!" sagt ein junger Krieger und augenblicklich tritt Ruhe ein.
 
"maj', so hört zu! Ich werde Euch über meine Abstammung und über mein bisheriges Leben berichten." beginnt er ruhig zu erzählen.
 
"Ich bin immer dem Weg treu geblieben, den Kahless der Unvergessene uns vorgeschrieben hat, auch wenn es Krieger gibt, die es anderes sehen werden.
 
Als Hurrag, Sohn des Devwl'veS, wurde ich am 22. Tag im Jahr des Kahless 969 geboren - fern von hier im Stammhaus des Hauses qolotlh, zu dem ich ja mal gehörte.
 
Dort wuchs ich auf und wurde, wie es für einen Angehörigen des Hochadels üblich ist, ausgebildet und vorbereitet auf meinem Dienst in der klingonischen Flotte. Bereits damals beschäftigte ich mit der Geschichte unseres Volkes und mit der Diplomatie, wenn auch nicht immer zur Begeisterung meiner Ausbilder.
 
Nach dem ehrenvollen Tod von Devwl'veS stürzte ich mich auf mein Kampftraining, da ich den gleichen Weg beschreiten wollte wie mein VaV. Mit sieben Jahren war mein erstes Aufstiegsritual, welchem im Alter vierzehn Jahren das zweite Aufstiegsritual folgte und ich das erste Mal die bedeutenden Worte sagte:
 
 
DaHjaj Suvwl´e ´jIH!
tlgwlj Sa´ angNIS
´lw blQtlqDaq jljaH
jlbechrup may´vllos
may'wIj 'oH may'vam'e'
jagh 'Iw yIpoQ
qamDu 'wIjDaq Heghpu'bogh jagh tu'lu' 
 
Endlich war ich ein vollwertiger Krieger und trat nach Abschluß meiner Ausbildung im Haus mit 16 Jahren der klingonischen Verteidigungsarmee bei. Ohne Zeit zu verlieren begann ich mit dem Studium unserer Militär- und Waffenwissenschaften.
 
Zu diesem Zeitpunkt gab es die Möglichkeit, im Austausch an der Sternenflottenakademie zu studieren, und ich absolvierte einen Teil meiner Ausbildung dort. Auch besuchte ich das Seminar welches Nong HovmIn HoD dort mit ihrem Mann Lex gab.
 
Als junger ne' wurde ich auf die tengchaH 12 kommandiert und kam dort mit vielen anderen Rassen in Verbindung. Ich lernte neue Standpunkte und Ansichten kennen und erweiterte mein Wissen über andere Spezies. Während meiner Arbeit auf der tengchaH 12 wurde ich auch zum Botschafter bei der UFP berufen und vertrat von da an unsere Interessen dort. Unter HoS nagh Qang leitete ich die Klingonische Diplomatische Abteilung und wurde zu seinem Adjutanten.
 
Jedoch entfremdete ich mich im Laufe der Zeit immer weiter gedanklich vom Haus qolotlh. Im Bürger- und Seperatistenkrieg stand ich diesem Haus und auch dem Reich treu zur Seite.
 
Und obwohl gegen mich selber nie Anschuldigungen vorgebracht wurden, spitzte sich die Lage jedoch immer weiter zu. Fehden und Feindschaften gegen andere Häuser wurden aus einer Laune heraus ausgesprochen, nur weil eine einzige Person im Haus qolotlh plötzliche Abneigungen hatte. Als SuTai wurde ich damit immer wieder konfrontiert und verstand immer weniger die Beweggründe. Ich berichtete meinem epetai davon, doch er ignorierte meine Worte.
 
Eines Tages war der Punkt erreicht, wo ich meine Ehre nicht mehr behalten konnte, wenn ich in diesem Haus blieb, und ich entschloß mich, es zu verlassen. Der epetai von qolotlh war außer sich, doch er konnte mich nicht halten. Durch das Verlassen konnte ich meine Ehre behalten, auch wenn ich keinem Haus angehörte.
 
Da ich mit Nong HovmIn HoD zusammen auf der tengchaH 12 gedient hatte, kamen wir eines Tages auch auf das Thema Haus HoSchem. Mir wurde bewußt, daß dieses das Haus war, in welchem ich mich entfalten und meine Ehre mehren konnte. So stellte ich den Antrag auf eine Audienz bei Satalya, unserer damaligen epetai, und bat um Aufnahme in das Haus HoSchem. Satalya nahm mich in das Haus auf, und seit diesem Tage bin ich ein Krieger des Hauses HoSchem! 
 
Trotz der ganzen Diplomatie habe ich nie meine militärische Laufbahn außer Acht gelassen und so stieg ich auch auf dieser Leiter aufwärts. Die tengchaH 12 ist immer noch mein Dienstort und unter NiHwl' 'ech bin ich dort zum HoD geworden.
 
Wo das Reich und das Haus mich auch immer brauchen werden, dort werde ich meine Pflicht erfüllen. Ihr kennt ja meinen Wahlspruch:
 

Qu 'Daj ta`taHvlS Hegh 'e'` tul Hoch tlhlngan!

 
Das war mein bisheriges Leben und ich werde dieser Geschichte noch etliche Seiten zufügen!"
 
Rauh lacht Hurrag auf und die jungen Krieger fallen in das Lachen ein. Blutwein wird in dieses Feldlager des Hauses HoSchem gebracht und andere erzählen aus ihrem Leben. Junge und erfahrene Krieger tauschen sich aus, erzählen sich Geschichten und besingen Heldentaten in Liedern.
 
Über dem allen weht das Banner des Hauses HoSchem, des Hauses, das ihnen allen ein Zuhause geworden ist.
 
Lang lebe das Reich!
Lang lebe das Haus!